Freitag, 27. Mai 2011

Der Anfang vom Ende

Hallo liebe Blog-Leser und Leserinnen,

ich dachte ich melde mich mal wieder. Schön, oder? Bei uns hier in Tabgha fühlt es sich schon so an, als ob die Zeit hier bald zu Ende ist, obwohl es ja eigentlich noch knapp drei Monate für mich sind. Das liegt vielleicht daran, dass der erste aus unser Gruppe, Brian, bereits in Richtung Heimat geflogen ist. Und da man in Tabgha so als Volontärsgruppe sehr stark zusammenwächst, hat er natürlich ein großes Loch hinterlassen. Zu Hause scheint es ihm aber auch gut zu gehen und wir haben schon alle zusammen mit ihm geskypet. Das war sehr komisch, ihn im Computer zu sehen. :) Außerdem hab ich mich in letzter Zeit auch ein bisschen mit meiner Zukunft beschäftigt (Studienplatz, Wohnungssuche, ...) und das erschien mir dann teilweise spannender, als das Leben hier. So ein Jahr als Volontär zu leben ist zwar sehr entspannend und schön, aber ein Jahr ist eine gute Zeit, danach hat man dann auch wieder Lust, was anderes zu machen,.
Ein großes Highlight wird es vor meinem Rückflug im August aber auf jeden Fall noch geben. Ich habe eine Karte für Bob Dylan am 20. Juni in Tel Aviv. Drei von uns Volontären gehen mit unserem Chef Paul zu dem Konzert. Und auf sowas muss man sich natürlich vorbereiten, immerhin waren die Karten nicht so günstig und da will man dann natürlich schon was davon haben. Deshalb hören wir in letzter Zeit ausschließlich Bob Dylan und haben auch schon den zweiteiligen Dokumentarfilm "No Direction Home" angeschaut. Bob Dylan hat zum Glück genug Material anzubieten (über 30 Studioalben, die fast alle sehr verschieden sind), so dass das erstmal nicht langweilig wird.
Hier in Tabgha wird es übrigens wieder richtig heiß (bis zu 40°) und Bruder Franziskus, der im Garten arbeitet, erinnert uns wieder stündlich daran, genug zu trinken. "Trinkst auch genug?" So Kleinigkeiten werde ich wohl in Deutschland sehr vermissen.

Der Pool wird deshalb auch wieder wichtig zur Abkühlung nach der Arbeit. Leider ist nicht allen diese Erfrischungsmöglichkeit vergönnt:

Er geht einfach nicht unter
Viele liebe Grüße aus dem Heiligen Land,
Johannes