Mittwoch, 13. April 2011

Ägypten

So langsam ist es wohl mal wieder Zeit, dass ich mich melde. Ich war also die letzten 10 Tage mit Tony und Christopher in Ägypten und das war wohl der anstrengendste Urlaub meines Lebens und ich war am Ende sehr froh, wieder in Israel zu sein. Es war auf jeden Fall eine lohnende Erfahrung, aber nochmal möchte ich nicht dahin. Das liegt vor allem daran, dass ich das Gefühl hatte, dass jeder Ägypter an mein Geld wollte, egal ob auf ehrliche oder auf unehrliche Weise. Unsere Reiseroute ging von Eilat über den Grenzübergang Taba direkt nach Kairo, dann Richtung Süden nach Luxor, zurück in den Sinai nach Dahab und schließlich wieder ins gute, alte Israel zurück. Gleich hinter der Grenze fing es an, Taxifahrer stürmen auf uns zu und wollen uns zur Bushaltestelle fahren, weil die viel zu weit zum laufen ist (gut, dass wir wissen, dass man nur eine Straßenecke weitermuss). An der Bushaltestelle wird uns von Taxifahrern gesagt, dass die Busse erst heute abend wieder fahren und wir deshalb ein Taxi nehmen müssen. Wir warten und der nächste Bus kommt pünktlich. Und so ging das weiter. Dann kommen noch lange Bus- und Zugfahrten über Nacht (18 Stunden Busfahrt von Luxor nach Dahab) hinzu und man kann verstehen, warum wir am Ende sehr erschöpft waren.
Und auch wenn wir uns ein paar mal haben verarschen lassen und wohl zuviel Geld an manche Personen gezahlt haben, war es dennoch ein recht billiger Urlaub, weil die Preise so unglaublich niedrig sind. (Hotelübernachtung für 4 Euro z.Bsp.)
Ägypten hat für Touristen natürlich einiges zu bieten und so waren wir in Kairo bei den Pyramiden und im Ägyptischen Museum (da findet man neben unzähligen anderen sehr alten Sachen die Schätze aus dem Grab von Tutanchamun) und in Luxor im Karnak-Tempel und im Tal der Könige. In Kairo war es natürlich auch interessant, den Tahir Square zu sehen. Die letzte Station, das Tauch-, und Schnorchelzentrum Dahab war dann zum entspannen da, wunderschön am Roten Meer, am Golf von Aquaba gelegen - mit Blick auf Saudi Arabien.
Und jetzt noch ein paar Bilder:

Vor den Pyramiden von Gizeh

Am Platz der Revolution - Midan Tahir
Eine Beduinenfamilie hat uns zu sich nach Hause zum Essen eingeladen, leider erwarteten sie einen hohen Bakschisch (Trinkgeld) danach.

In Tabgha erwarteten mich schlechte Neuigkeiten: Da irgendwo in Israel Schulkinder ertrunken sind, gibt es ein neues Gesetz, das besagt, dass Schulklassen nicht mehr mit ihren Lehrern schwimmen gehen dürfen. Da in Tabgha der Pool aber die Hauptattraktion ist, macht es für einige Gruppen keinen Sinn mehr, zu kommen. Zwei unserer Lieblingsgruppen haben schon ihren Besuch in Tabgha abgesagt. Ich hoffe, wir finden dafür eine Lösung.

Mein letztes Drittel in Tabgha hat jetzt übrigens angefangen, schon acht Monate bin ich jetzt hier.

Tschö!

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