So, ich bin jetzt schon seit drei Tagen in Israel, bin aber jetzt erst auf die Idee gekommen, ein Blog zu schreiben. Deswegen erstmal noch nachträglich was zu meiner Ankunft:
Der Flug nach Tel Aviv war recht angenehm und die Schikanen des Sicherheitspersonals am Flughafen hielten sich zumindest für israelische Verhältnisse in Grenzen. Angekommen bin ich mit meiner FSJ-Kollegin Katharina um 3 Uhr morgens und wir wurden praktischerweise direkt von unserer Chefin Nicole abgeholt. Zwei Stunden später kamen wir dann in Tabgha , dem kleinen Ort, in dem wir das nächste Jahr wohnen und arbeiten werden, an.
Von einem Ort zu sprechen ist eigentlich schon zu viel. Hier gibt es ein Kloster mit so ca. fünf Mönchen und die sogenannte Begegnungsstätte, wo Gruppen – teils mirt körperlich oder geistig behinderten Menschen – aus verschiedenen Kulturen (Israelis, Araber, Deutsche) Urlaub machen. Diese Begegnungsstätte wird von Freiwilligen geleitet und in Schuss gehalten (Einzige Ausnahme ist unser neuer Chef Paul, der für seine Arbeit bezahlt wird, wie unfair!). Durch die Gruppen auf der Begegnungsstätte und die vielen Pilger, die kommen, um sich die Klosterkirche anzuschauen (Die ist ziemlich berühmt, weil man sagt, dass hier die Brotvermehrung stattfand), ist hier trotz den wenigen dauerhaften Bewohnern in Tabgha immer viel los. Insgesamt sind wir hier 8 Freiwillige, von denen die meisten (wie ich) in der Begegnungsstätte arbeiten und auch noch ein paar in einem Souvenirladen für die Pilger.
So, erstmal genug über die Einrichtung. Als wir irgendwann morgens ankamen, war ich natürlich einerseits total gespannt auf die anderen Leute hier (mit denen muss ich's immerhin ein Jahr lang aushalten), aber andererseits auch total müde, deswegen hab ich erstmal bis zum Mittagessen gepennt.
Beim Mittagessen hab ich dann alle meine Kollegen kennen gelernt, besonders interessant war das Kennenlernen meiner WG-Mitbewohner. Auf den ersten Blick scheinen alle ganz nett zu sein, mal schauen, ob sich das auch im Nachhinein bewahrheitet. :)
Auch mit dem Arbeiten habe ich seit gestern angefangen. Es gibt hier verschiedene Aufgabenbereiche, die dann jeweils von einem Freiwilligen übernommen werden und wie es im Moment aussieht, werde ich wohl den Garten übernehmen. Soviel Erfahrungen mit Pflanzen habe ich zwar noch nicht (ich hatte mal in der 10. Klasse zwei Topfpflanzen in meinem Zimmer, die dann aber vertrocknet sind, weil ich sie nicht gegossen habe), aber ich bin ja hier, um neue Dinge zu lernen. Zur Arbeit muss ich noch sagen, dass es hier einfach saumäßig heiß ist (über 40°), man transpiriert also ordentlich. Zum Glück haben wir hier einen Pool, in den man zur Abkühlung springen kann:
In den nächsten Tagen werde ich mal versuchen, ein paar mehr Bilder zu machen, damit man auch mal sehen kann, wie es hier so aussieht. Es sieht ziemlich dufte aus, soviel kann ich schonmal verraten. Am Wochenende machen wir einen Ausflug nach Jerusalem, da werd ich bestimmt wieder was zu erzählen haben. Solltet ihr irgendwelche Fragen haben oder mir sonst irgendetwas erzählen wollen (Gute Witze oder so), meldet euch per Email, facebook oder sonst irgendwas.
Viele Grüße,
Johannes
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